Die Unternehmer in den Medien
Ach, was für ein Weh und Klagen, landauf, landab. Liest man die Wirtschaftsseiten der Zeitungen finden sich Fusionsberichte von amerikanischen Aktiengesellschaften, von einer erneuten Zunahme der Insolvenzen, von Korruption in den Geschäftsleitungen börsennotierter Konzerne und auf Bilanzpressekonferenzen erfährt man, dass zugunsten einer Eigenkapitalrendite von 25 % auf Tausende produktiver Beschäftigter verzichtet wird. Auch die inflationären Talkrunden in den Fernsehsendern tragen in der öffentlichen Meinung nicht zu einer positiven Wahrnehmung des Unternehmers bei. Zusätzliches Öl ins Feuer hat der SPD-Parteivorsitzende Franz Müntefering durch seinen Heuschrecken-Vergleich geschüttet.
Der arme Mittelstand!
Der Motor der Wirtschaft
Der Mittelstand in Deutschland umfasst rund 99,7 % aller umsatzsteuerpflichtigen Unternehmen, in denen knapp 70 % aller Beschäftigten rd. 43 % aller Umsätze erwirtschaften und rd. 83 % aller Auszubildenden ausgebildet werden. 75 % aller erteilten Patente wurden zudem von den Forschungsabteilungen im Mittelstand oder von findigen Unternehmern angemeldet. Für den BVMW gehören alle Betriebe vom Einzelunternehmer bis zur Geschäftsgröße mit 500 Mitarbeitern zum Mittelstand und Sie können persönlich stolz sein, zum leistungsfähigen, deutschen Mittelstand, zum Turbo der Volkswirtschaft zu gehören, (auch wenn die Wahrnehmung in der Öffentlichkeit derzeit leider häufig eine andere ist).
Wie können wir die Stimmung wenden?
Nun, Sie als Unternehmer müssen Ihre Stimme erheben. Der Unternehmer haftet mit seinem Kapital und seiner Seele für seinen Betrieb und daher fällt es in der heutigen Lage, bei Strukturwandel, Globalisierung und konjunktureller Talfahrt leicht, in das öffentliche Wehklagen einzustimmen. Natürlich „verkauft“ sich die negative Nachricht oft besser. Aber hilft das Jammern? Lassen Sie uns hier ansetzen. Es gibt doch wunderbare Beispiele innovativer Unternehmen, sowohl im produzierenden Gewerbe, bei den Dienstleistungen, in der Modebranche, als auch bei den Freien Berufen, die allen Unkenrufen zum Trotz, wachsen, neue Märkte erschließen, höhere Umsätze und bessere Gewinne erzielen. Gehört Ihr Unternehmen dazu? Die Zeit ist reif für eine Ablösung der „German Desease“, der deutschen Wehleidigkeit, durch die optimistische Stimmung der Gewinner.
Das Rezept
Was machen die erfolgreichen Unternehmen anders? Das eine Patentrezept gibt es auch beim BVMW nicht, dazu ist die Struktur des Mittelstands zu heterogen. Die Lösung ist, etwas GEMEINSAM zu verändern. Denn allein ist der Mittelständler zu klein, um den Markt zu beeinflussen. Er muss sich dem dynamischen Markt anpassen, je eher, desto besser. Was könnte denn Ihr Unternehmen hierbei anders machen? Oder läuft alles hervorragend? Mit den gleichen Rezepten wie vor zehn oder zwanzig Jahren, wird man die nächsten zehn Jahre nicht überleben. Die betriebswirtschaftlichen Aufgaben sind - im Zeitalter von BASEL II - nach wie vor zu lösen, aber müssen es immer die gleichen Lösungswege sein? Wie kann man von anderen, von Erfolgsreichen lernen, wie können Ziele gemeinsam angestrebt und erreicht werden? Mit wem können Sie kooperieren, wo gibt es Synergien, wer kennt Ihren Zielmarkt besser?
Eine starke Gemeinschaft
55.000 Mitgliedsunternehmen hat der Bundesverband Mittelständische Wirtschaft (BVMW) im In- und Ausland. In Arbeitsgruppen, Kommissionen, auf Veranstaltungen, bei Netzwerktreffen, im Wirtschaftssenat treffen sich innovative Unternehmer - immer auf der Suche nach neuen Chancen und neuen Geschäftspartnern.
Sie nutzen die vielfältigen Ideen und Anknüpfungspunkte, die unsere 200 hauptamtlichen Verbandsbeauftragten den Mitgliedern anbieten. Wir bringen die positiven Unternehmensmeldungen in die Medien, wir zeichnen besondere Unternehmen mit dem Mittelstandspreis aus. Anlass hierzu können beispielsweise besondere Leistungen in der Technik, dem Umweltschutz, im sozialen Engagement, in der Mitarbeiterfortbildung, praktisch in allen Bereichen der Unternehmen sein, wenn es etwas Besonderes ist. Das hebt die Stimmung und das Beste daran ist, es macht allen Beteiligten auch wieder mehr Spaß. Wenn die Unternehmer wieder mehr Mut zeigen, geht es der Belegschaft besser, die Produktivität steigt, die Kunden sind zufriedener, die Angehörigen sind entspannter und der Steuerberater freut sich auch noch. Der Miesepeter soll einfach seine Hausaufgaben machen.
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen innovative Veränderungen, ausgezeichnete Geschäfte und hilfreiche Kontakte.
Ihr Volker B. Knittel
Kontaktmöglichkeit: eMail oder Telefon
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